E wie Enge und Ende, Michael

 

Enge und Angst haben den selben Wortstamm. Jede.r, der schon einmal Angst empfunden hat, kennt die damit einhergehenden körperlichen und seelischen Stress-Symptome: die Muskeln verkrampfen, Gefäße verengen sich, eine Situation kann als “auswegslos” erlebt werden.

Manchmal lösen bestimmte Ereignisse oder Verhaltensweisen eine innere Enge aus und da kann es hilfreich sein, eine neue Perspektive einzunehmen. Ein Weg dahin ist das Schreiben und ist die Poesie. Zum heutigen Welttag der Poesie ein Gedicht von Michael Ende:

 

Das Umstellen der Lichter

Das, was dich hindert Kunst zu machen,

mache zum Thema deiner Kunst.

Das, was dich hindert gut zu sein,

mache zum Gegenstand deiner Güte.

Das, was dich hindert zu erkennen,

mache zum Fundament deines Denkens.

Das, was dich hindert bewusst zu sein,

mache zum Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit.

Das, was dich hindert ein Leben zu haben,

mache zum Inhalt deines Lebens.

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