F wie Fragen über Fragen zum Jahresbeginn – oder?

Diese Tipps, die der Dichter Rainer Maria Rilke einem imaginären jungen Dichter gab, haben ihre Bedeutung behalten.

Fragen tauchen immer dann auf, wenn etwas nicht funktioniert, Entscheidungen zu treffen sind, ein Wunsch zur Wirklichkeit kommen soll. Dabei haben Fragen unterschiedliche Potenziale. Ein “Warum?” zum Beispiel führt zu anderen Gedanken als ein “Wozu?” Probieren Sie es doch einmal aus: “Warum sollte ich mir neue Aufgaben suchen?” Weil ich zu wenig Geld verdiene, weil mein Chef nervt, weil ich nicht weiterkomme … Die Antworten zählen den bestehenden Mangel auf und manifestieren den Blick darauf. Lautet die Frage “Wozu sollte ich mir neue Aufgaben suchen?” liefern die Antworten wahrscheinlich attraktive Ziele: Um mehr Geld zu verdienen, um ein wertschätzendes Arbeitsklima zu erleben, um mich weiter entwickeln zu können …

Nun etwas für sich zu verändern, fällt leichter, weil die Motivation dafür da ist. Fragen sind wichtig, um Veränderungen einzuleiten. Es ist gut, sich zu überlegen, welche Fragen stelle ich mir wie? Die richtigen Fragen lieben und leben, wie Rilke es empfiehlt, dient einem fruchtbaren Entwicklungsprozess. Das meint auch, sich Zeit mit den Antworten zu lassen …

Ein gutes Neues Jahr!       

 

 

 

 

Moorwerder Winter

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Winterruhe vom 19. Dezember 2011 bis zum 16. Januar 2012

Coaching-Terminanfragen für 2012 sind per eMail möglich.

Herzliche Grüße und Wünsche,

Kerstin Hof

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E wie Einsamkeit oder über Erfolg und Alleinsein

Filmtipp: Wim Wenders portraitiert in seinem Film “Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten” die Arbeit des japanischen Modeschöpfer Yohji Yamamoto. Eindrucksvoll entfaltet der Film den Wirkungskreis dieses zurückhaltenden Mannes, der in den 80er und 90er Jahren einer der führenden Köpfe der internationalen Modebranche gewesen ist. Am Ende des Filmes wird deutlich, dass dies nur möglich gewesen ist, weil er zahlreiche Helfer – im Film werden sie “Engel” genannt – gehabt hat, die seine Ideen verstanden und mitbewegt haben.

Alleinsein ist für manches unerlässlich: um wesentliche innere Impulse wahrzunehmen und Entschlüsse zu finden, zum Beispiel. Dauerhaftes Alleinsein mit einer Idee hingegen bringt keinen Erfolg. Es braucht andere, die dabei unterstützen, sie in die Welt zu bringen und wachsen zu lassen.

Das Alleinsein mit schwierigen Fragen oder einem Problem kann ein Gefühl der Einsamkeit entstehen lassen, das Kräfte blockiert und den Blick trübt. Und für den Fall, dass die nahestehenden “Engel”,  Freunde und Familie, nicht helfen können, gibt es professionelle Gesprächspartner und Begleiter, um nach Perspektiven zu suchen, die eigenen Möglichkeiten zu erkennen und wirksam werden zu lassen.

 

 

 

Spätsommer-Schnappschuss aus dem Jenisch-Park

 

 

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D wie Drama oder Was könnte sich nicht alles entwickeln!?

An alten, ungleichen Verträgen festzuhalten scheint nicht selten die bessere Wahl als sich auf den Weg zu einer besseren Beziehung zu machen. Wieso eigentlich? Was macht es so attraktiv, sich “im bekannten Leid einzurichten” – beruflich wie privat – und damit auf Wachstum zu verzichten und eine Nebenrolle zu spielen? Die Neurowissenschaften bieten  interessante Antworten darauf an: alte “Verschaltungen” funktionieren offenbar besser als junge Impulse (vereinfacht gesprochen).

Drei Schritte zur Veränderung

Dabei wissen wir längst, wie es gehen kann. In unseren kulturellen Wissensspeichern, den Büchern, Erzählungen, Theaterstücken, auch in Filmen und Spielen finden wir seit vielen hundert Jahren erfolgreiche Modelle, die uns die zeigen, wie aus einer Figur ein Charakter, eine Hauptfigur oder sogar ein Held oder eine Heldin werden kann.

Die Heldenreise

Der griechische Philosoph Aristoteles stellte bereits fest: damit sich ‘was bewegt, brauchen wir einen Konflikt, dem wir uns stellen. Wir brauchen die Krise und schließlich eine Lösung – also ein Drama! Ohne Tyrann kein Freiheitskämpfer und ohne Stress mit dem Vater keine Rückkehr des verlorenen Sohnes – es muss schon um ‘was gehen.

Eine Hauptfigur ist demnach – im Unterschied zu einer Nebenfigur – ein Charakter, der sich entwickelt, der etwas zu verlieren oder zu gewinnen hat, der ein Risiko eingeht. Ein Held bzw. eine Heldin ist nach meinem Verständnis jemand, der diese Entwicklung im Alltag annimmt und gestaltet.

 

Schnappschuss (aus meinem Counselingstudio)

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C wie Chancen oder Wie Sie das Pferd des Weltmeisters reiten

Es waren einmal zwei Schwestern – und ich erzähle hier kein Märchen – die Pferde liebten und im Reitsport landeten. Eines Tages nahmen beide an einem großen, wichtigen Reitturnier teil. Wichtig deshalb, weil der Weltmeister der Dressurreiter dem Gewinner der Vielseitigkeitsprüfung (Dressur, Gelände- und Springreiten) einen Pokal überreichen würde und viele, viele Menschen in die kleine Stadt gekommen waren, um das zu sehen. Die beiden Schwestern waren noch sehr jung, die Jüngere von beiden war gerade mal 12 und damit die Jüngste im Teilnehmerfeld von Erwachsenen.

Und da die beiden Schwestern arm waren, starteten sie nicht mit eigenen Pferden, sondern Pferdebesitzer hatten ihnen ihre besten Rösser zur Verfügung gestellt, denn die Schwestern galten als ungemein talentiert. So kam es, dass beide als Aussenseiter an den Start gingen, die Jüngere ritt sogar erst als Letzte in’s Feld. “Die Letzten werden die Ersten sein” rief der Starter ihr noch zu und zur Überraschung aller – am allermeisten zur Verblüffung der Jüngsten selbst – wurde sie die Siegerin dieser so wichtigen Veranstaltung. Der Weltmeister reichte ihr strahlend den Pokal und die Hand, der Beifall in der übervoll besetzten Halle brandete lang anhaltend auf. Pikanterweise wurde die ältere Schwester Zweite. Sie schrieb dem Weltmeister nach dem Turnier einen Brief, worauf er sie einlud, seine Pferde zu reiten. Was sie dann auch tat, mit großer, andauernder Freude.

Zweifelsohne, die beiden Mädchen haben ihre Chancen gesehen und sie genutzt, nicht wahr? Doch welche von beiden besser? Die Jüngste, Erstplazierte, die den Pokal nach Hause trug oder die Ältere, beim Turnier noch auf Platz 2 Verwiesene? Ich meine die Zweite, denn sie hat aus viel Leistungsbereitschaft- und hohem Leistungvermögen und einer “bonne chance” einen bleibenden Kontakt hergestellt und gepflegt – eine nachhaltige Chancenverwertung, wie ich finde.

 

Das heutige Bildmotiv zeigt eine Sekundenzeichnung, entstanden während meines letzten Lehrauftrages an der FH Ottersberg im Juli 2011. Ich nenne sie “Don’t look back in anger”.

Was sehen Sie darin?

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Das kleine ABC der Arbeit, Beziehungen und Chancen

In lockerer Reihenfolge und in alphabetischer Ordnung schreibe ich hier meine Gedanken und Erfahrungen  zu Themen aus meinem Arbeitsalltag als Counselor, Coach und Autorin.

heute: Wer B sagt, hat auch A gesagt …

B wie Beziehung mit A wie Abschied – wieso das Eine ist nicht ohne das Andere zu haben ist oder: über die emotionale Bedeutung von Jobwechseln.

Jedes „Arbeitsverhältnis“ ist auch eine „Beziehung“. Wir verwenden den Begriff „Beziehung“ ja üblicherweise, wenn wir von rein privaten Verbindungen im Sinne von Liebesbeziehungen oder Einfluss sprechen.

Doch alles, was wir über das Gestalten von persönlichen Beziehungen gelernt haben im bisherigen Leben – inklusive früher kindlicher Erfahrungen – nehmen wir mit in das Gestalten unserer beruflichen Beziehungen.

Mit Recht plädieren viele aus Gründen der Professionalität auf eine Trennung von Privatem und Beruflichem. Das setzt allerdings eine Bewusstheit von sich selbst in beiden Bereichen voraus.  Hier wie dort nehmen wir alte „Scripte“, „Drehbücher“ mit in den Kontakt mit anderen – egal, ob es sich dabei um Kunden, den Chef oder Kollegen handelt. Dass das nicht immer passend ist, liegt eigentlich auf der Hand. Es ist also in jeder Hinsicht nützlich, die eigenen „alten Filme“, „Muster“ sowie unbewusst bevorzugte Verhaltensweisen aufzuspüren und einen wünschenswerten Umgang damit zu erarbeiten.

Das betrifft ganz besonders das Thema Abschiednehmen:

Bei jedem Jobwechsel steht  immer auch ein Abschied aus einer oder mehreren wichtigen Beziehungen an. Aus meiner Counseling-Praxis und aus Outplacement-Projekten weiß ich, dass das nicht nur ein Thema für ältere, langjährige Arbeitnehmer ist. Es macht etwas mit jedem,  der geht oder „gegangen wird“ – Wut, Trauer, Enttäuschung und Ärger sind fast immer dabei, manchmal auch Erleichterung und Triumphgefühle.
Es ist gut, diesen Empfindungen in einer Neu-Orientierung Beachtung und Raum zu schenken. Nur so ist es möglich, frei und offen zu werden für neue Berufsverbindungen, sich „wieder einzulassen“. Mögliche Rachegedanken sind kurzfristig vielleicht ein starker Motor, vielleicht aber auch kein guter Ratgeber bei wichtigen strategischen Job-Entscheidungen. Ganz ungünstig ist es, wenn lediglich Resignation und Frust als Folge eines beruflichen Beziehungsendes übrigbleiben. Emotional im Reinen gelingt es  längerfristig, Motivation für das erfolgreiche Gestalten erneuter Beziehungen aufzubringen.

Dabei gibt’s dann auch magische Unterstützung – der Autor Herrmann Hesse hat 1941 passende Worte dafür gefunden:

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Alles fängt mit A an

A wie Anfang oder A wie Arbeit. Dazu habe ich vor Jahren auf einer Grußkarte ein Zitat von Marilyn Monroe gefunden, das mich damals verblüfft hat, weil ich wenig von MM wußte. Ich hielt sie – wie viele – für ein Kunstprodukt der Traumfabrik Hollywood – oberflächlich, nach aussen gewandt und schließlich ein Opfer ihres Ruhmes – und ihres beruflichen Erfolges?

Was für ein Bild sich jemand vom möglichen Erfolg in der Arbeit macht, ist entscheidend für den beigemessenen Stellenwert der Arbeit im Leben. Das erlebe ich jeden Tag in meinem Counseling-Studio. Zwei extreme Positionen begegnen mir:

Beim einen bestimmt die Arbeit das gesamte Leben, alle Energie ist auf das Erreichen beruflicher Ziele und Erfolge gerichtet. Wenn es dort Probleme gibt, ist auch der Rest des Tages verdorben. Hart für Freunde und Familie und denjenigen selbst – es gibt keinen Feierabend! Oder jemand geht folgenden Deal mit sich ein: es ist ja nur ein Job, den ich mache, um mein Auskommen zu haben. Das “wirklich Wichtige” soll sich dann im Privaten, bei Familie, Freunden und Hobbies abspielen … ganz schön viel Lebenszeit mit “Unwichtigem” verbracht!

Der Satz von Marilyn Monroe hat mich auch deshalb berührt, weil er in Worte fasst, was ich erfahren habe und empfinde, wie ich mich mit meiner Arbeit selbst erlebe:

“Die Liebe und die Arbeit
sind die beiden einzig wahren Dinge in unserem Leben.
Sie gehören zusammen: Sonst ist es schief.
Die Arbeit ist selbst eine Form der Liebe.”

Marilyn Monroe 1960

fiu-verlag

Es lohnt sich also, bei Schieflagen im Arbeitsleben und in der Liebe an Lösungen zu arbeiten. Fangen wir an!

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Herzlich willkommen

auf den Seiten für Coaching und Counseling von Kerstin Hof!

 

Benennen und nutzen Sie Ihre persönlichen und beruflichen Potenziale, finden Sie neue Klarheit und Orientierung in Ihren beruflichen und persönlichen Beziehungen.

Mein Beratungsangebot dient Ihnen im Beruf und privat zu persönlichem Wachstum und fördert Ihre individuelle, soziale und berufliche Kompetenz.

Konkret: erkennen, bearbeiten und überwinden Sie individuelle, soziale und berufliche Konflikte oder Hindernisse.

Ich helfe Ihnen dabei.

 

Meine Beratungsorte sind Hamburg-Ottensen und die Elbinsel Wilhelmsburg.

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